
Wenn du eine Atemübung in der AtemFlow-App startest, hörst du mich. Und wenn du mir schreibst, antworte ich dir. Ich finde, du solltest wissen, wer da mit dir atmet. Deshalb erzähle ich dir hier ein bisschen von mir: wer ich bin, was ich gelernt habe und warum wir das hier eigentlich machen.
Ich bin Maria Böhme, zertifizierte Buteyko-Atemtrainerin und systemische Familientherapeutin, und zusammen mit meinem Mann Christian die eine Hälfte von AtemFlow.
Wenn ich mich in einem Satz beschreiben müsste, dann so: Ich bin ein sehr herzlicher Mensch und am liebsten mit anderen Menschen zusammen. Ich brauche den Kontakt, den Austausch, das Gegenüber. Das ist keine Marketing-Floskel. Es ist der Grund, warum AtemFlow so ist, wie es ist.
Deshalb beantworte ich jede Mail selbst. Deshalb gibt es bei uns wöchentliche Live-Sessions, in denen wir gemeinsam atmen und viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Kamera anmachen, sodass wir uns wirklich sehen und danach noch ein bisschen quatschen. Ich mag das einfach. Ich bin gern im Austausch, und ich lerne aus dem Austausch. In meiner Ausbildung habe ich viel gelernt, natürlich. Aber am meisten gelernt habe ich in den vielen Atemcoachings, die ich über Jahre gegeben habe, im direkten Gespräch mit den Menschen. Diese Einzelcoachings gebe ich inzwischen nicht mehr, weil ich das zeitlich mit unserem kleinen Sohn Bruno nicht schaffe. Aber die Haltung dahinter ist geblieben.
Ich komme nicht aus der Wellness-Ecke, sondern aus der sozialen Arbeit. Und dieser Weg erklärt vieles.
Nach einer ersten Ausbildung im Gesundheitsbereich habe ich Soziale Arbeit studiert und viele Jahre in der Kinder- und Jugendhilfe gearbeitet, zuletzt als Leitung einer sozialpädagogischen Mädchenwohngruppe. Ich habe mit schwer belasteten, oft früh traumatisierten Kindern gelebt und gearbeitet und dabei gelernt, was es heißt, für einen anderen Menschen ein sicherer, verlässlicher Halt zu sein. Parallel dazu habe ich eine dreijährige Weiterbildung zur systemischen Familientherapeutin absolviert und arbeite bis heute in meiner eigenen therapeutischen Onlinepraxis, vor allem mit Menschen, die mit Ängsten, Stress und dem eigenen Selbstwert ringen.
Und genau in dieser Ausbildung zur Familientherapeutin passierte der Moment, der alles verändert hat. Zum ersten Mal begriff ich, dass Atmung nicht nur ein automatischer Vorgang ist, sondern ein Werkzeug, mit dem man Ängste lindern und sogar Panikattacken stoppen kann. Diese Erkenntnis hat mich nicht mehr losgelassen. Wie aus dieser Faszination unser Herzensprojekt wurde, erzähle ich ausführlich in unserer Gründungsgeschichte.
Hier kommt etwas, das ich selbst schön finde. Christian und ich kommen beide aus der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik. Und wenn man sich fragt, was Menschen in diesen Beruf zieht, dann ist es der Wunsch zu helfen. Genauer gesagt der Wunsch, anderen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, sie also zu befähigen, sich selbst gut tun zu können.
Und was ist AtemFlow anderes als genau das? Ein Werkzeug zur Selbsthilfe. Für Menschen, die zur Ruhe kommen wollen, die eine gesündere Atmung suchen, weil sie zum Beispiel Asthma haben, unter Stress, Schlafproblemen oder Panik leiden. Zwei Sozialarbeiter, die ein Selbsthilfe-Werkzeug entwickeln, das passt eigentlich perfekt zusammen.
Der Atem zieht sich überhaupt wie ein roter Faden durch unser Leben. Christian arbeitet neben AtemFlow weiterhin an der TU Bergakademie Freiberg, in einem Projekt, das Kindern und Jugendlichen helfen soll, besser mit Stress und Schulstress umzugehen, ihnen also Möglichkeiten zur Selbstregulation an die Hand zu geben. Und was ist dabei der größte Baustein? Wieder die Atemübungen. Der Atem findet uns immer wieder.
Ich möchte hier ganz offen sein. AtemFlow ist kein großes Geschäft, und Geld war nie der Antrieb.
Wir haben ohne Investoren gegründet, aus unserem eigenen privaten Puffer heraus. So etwas nennt man Bootstrapping, und es bedeutet: Wir haben die ersten Jahre praktisch für nichts gearbeitet. Alles, was hereinkam, mussten wir sofort wieder investieren, in die Plattform, auf der unsere Videos liegen, in die vielen Lizenzen für Musik und Bildmaterial, in all die Dienste, die es braucht, um am Ende diese eine App herausgeben zu können. Es ist erstaunlich, auf wie vielen Plattformen man unterwegs sein und wie viel man bezahlen muss, bevor überhaupt etwas beim Nutzer ankommt. Deshalb arbeiten wir bis heute beide zusätzlich in anderen Jobs.
Was uns trägt, sind die Rückmeldungen der Menschen. Wenn mir jemand schreibt, dass er zum ersten Mal seit Jahren ruhig schläft, seine Panik in den Griff bekommt oder sein Asthmaspray seltener braucht, dann weiß ich, warum wir das tun. Das ist mein Herzensanliegen: Menschen ein einfaches, ehrliches Werkzeug in die Hand zu geben, mit dem sie sich selbst helfen können.
Ich werde immer wieder danach gefragt, welche Ausbildung eigentlich hinter AtemFlow steckt. Deshalb schreibe ich hier einmal ausführlich auf, was ich gelernt habe. So weißt du, auf welchem Boden das steht, was ich dir in den Übungen und Kursen weitergebe.
Die Urkunden zum Selbst-ein-Bild-Machen. Auf einigen steht noch mein früherer Name.
Was mich vielleicht von manch anderer Atem-App unterscheidet, ist diese Kombination: das fundierte Atemtraining nach Buteyko auf der einen Seite und der therapeutische, menschliche Blick auf der anderen. Für mich gehört zum Atem immer der ganze Mensch dazu.
Ich bin in Freiberg geboren, habe für Studium und Arbeit lange in Norddeutschland gelebt und bin inzwischen wieder in meiner sächsischen Heimat angekommen. Zwischen 2021 und 2023 waren Christian und ich auf einer langen Reise durch Spanien, die Kanaren, Mexiko und Guatemala, und genau dort, auf einer Wiese in Mexiko, wurde aus einer Idee der Name AtemFlow. Heute sind wir zu dritt, mit unserem Sohn Bruno, der unseren Alltag ziemlich auf den Kopf stellt und uns täglich daran erinnert, warum Durchatmen so wichtig ist.
Wenn du bis hierhin gelesen hast, hast du jetzt ein Gesicht und eine Geschichte zu der Stimme, die dich in der App begleitet. Falls du eine Frage hast, egal ob zum Atmen, zu einem Kurs oder einfach so, schreib mir gern. Ich lese und beantworte jede Mail persönlich.
Atme gut, Maria