Macht AtemFlow „echtes“ Buteyko?

Die Buteyko-Welt ist gespalten. Ich möchte offen erzählen, warum ich den Weg gehe, den ich gehe.

Ich bekomme diese Frage öfter, als man denkt: „Maria, ist das, was du bei AtemFlow machst, wirklich Buteyko?“ Manchmal neugierig, manchmal skeptisch. Und manchmal mit einem klaren Vorwurf: „Echtes Buteyko ist nur sanftes Atmen. Atempausen sind gefährlich. Du machst das falsch.“

Ich finde, diese Diskussion verdient eine offene Antwort. Weil sie wichtig ist. Und weil ich möchte, dass du als Leser:in verstehst, warum wir bei AtemFlow die Dinge so machen, wie wir sie machen. Dieses Thema liegt mir so am Herzen, dass dieser Artikel etwas länger und fundierter ausgefallen ist als unsere üblichen Beiträge. Ich habe viel recherchiert und Studien zusammengetragen, weil ich finde, dass diese Debatte mehr verdient als Meinungen. Nimm dir die Zeit, es lohnt sich.

Zwei Schulen, ein Ursprung

Die Buteyko-Methode wurde in den 1950er Jahren vom ukrainischen Arzt Dr. Konstantin Buteyko entwickelt. Seine Kernidee: Die meisten Menschen atmen chronisch zu viel. Durch diese Überatmung sinkt der CO₂-Spiegel im Blut, und dadurch verschlechtert sich die Sauerstoffversorgung auf Zellebene. Das ist der sogenannte Bohr-Effekt. Die Lösung nach Buteyko: leiser atmen, langsamer atmen, weniger atmen. Durch die Nase. Mit dem Zwerchfell. In Entspannung.

Bis hierhin sind sich alle einig. Doch dann gehen die Wege auseinander.

  • Die traditionelle Schule sagt: Buteyko ist ausschließlich sanftes, reduziertes Atmen. Keine intensiven Atemhalteübungen. Keine Belastung. Alles andere sei eine Verfälschung und potenziell schädlich. Am Buteyko Breathing Center in den USA zum Beispiel wird davor gewarnt, dass aggressive Atempausen Angst verstärken und Symptome verschlimmern können. Für Angstpatienten habe Dr. Buteyko nur kurze Pausen in Kombination mit Entspannung empfohlen.

    Was dabei oft unter den Tisch fällt: Auch in der originalen Buteyko-Methode waren Atempausen immer Teil des Programms. Die Kontrollpause, die erweiterte Pause, das Atemanhalten beim Gehen. Buteyko hat sie bei bestimmten Patientengruppen vorsichtiger dosiert, aber er hat sie nie grundsätzlich abgelehnt. Und er hat seine Methode zu Lebzeiten selbst weiterentwickelt. Die Vorstellung, dass alles so bleiben muss wie 1952, hätte Buteyko als Forscher vermutlich selbst nicht geteilt.

  • Die weiterentwickelnde Schule wird vor allem durch Patrick McKeown geprägt, den Gründer der Buteyko Clinic International und des Oxygen Advantage Programms. Ein Detail, das in dieser Debatte wichtig ist: McKeown wurde 2002 in Moskau direkt von Prof. Buteyko persönlich akkreditiert. Er ist einer der wenigen Menschen weltweit, die diese direkte Autorisierung haben.
    Aber McKeown hat die Methode nicht aus Übermut oder kommerziellem Interesse verändert. Es gab einen konkreten Anlass, und wenn man diese Geschichte kennt, versteht man die ganze Debatte besser.
Summen für Gelassenheit

Warum McKeown Buteyko weiterentwickelt hat

McKeown hatte sein ganzes Leben Asthma, Rhinitis und Schlafstörungen. Mit 26 entdeckte er die Buteyko-Methode und kam innerhalb weniger Wochen von seinen Inhalern weg. Das hat sein Leben so verändert, dass er nach Moskau reiste, um direkt unter Prof. Buteyko zu lernen. Danach lehrte er jahrelang die klassische Buteyko-Methode, ganz im Sinne der traditionellen Schule: Asthma, Angst, Schlafstörungen, reduziertes Atmen.

Zwischen 2009 und 2012 bot McKeown Kurse für Achtsamkeit und funktionales Atmen an, speziell für Menschen mit Angst, Stress und Panik. Die Nachfrage war enorm. 3.000 Menschen kamen in diesen drei Jahren zu seinen Kursen. Aber McKeown fiel etwas auf, das ihn nicht mehr losließ: 95 Prozent der Teilnehmer waren Frauen. Das irritierte ihn. Denn Männer sind es, die bei psychischer Gesundheit statistisch oft schlecht abschneiden, die sich seltener Hilfe holen, die häufiger an den Folgen von chronischem Stress leiden. Aber zu einem Atemkurs kamen sie nicht. McKeown fragte sich: Warum?

Er fragte die 3.000 Kursteilnehmer, wie viele von ihnen schon mal Meditation oder Achtsamkeit ausprobiert hatten. Einige hoben die Hand. Dann fragte er, wie viele dabei geblieben waren. Fast niemand.

Und dann sagte er etwas, das mich sofort an meine eigene Arbeit erinnert hat. Sinngemäß: „Hier ist eine Gruppe, die Achtsamkeit und Meditation dringend braucht. Aber wenn ich in deren Position wäre, mit dysfunktionaler Atmung und schlechtem Schlaf, wäre das Letzte, was ich tun wollen würde, mich hinzusetzen und auf meinen Atem zu achten.“

Genau das. Reduziertes Atmen lernen, wenn man schon kaum Luft bekommt. Sich auf den Atem konzentrieren, wenn man eigentlich Angst vor dem Atmen hat. Die Menschen, die es am meisten brauchen, scheitern am häufigsten daran.

McKeown beobachtete außerdem, dass 75 Prozent der Menschen mit Panik und Angst dysfunktionale Atemmuster haben. Das klingt nach einer steilen Behauptung, ist aber inzwischen gut belegt. Eine Studie im International Journal of Sports Physical Therapy kam auf 83 Prozent bei Angstpatienten. Andere Studien setzen die Zahl bei 75 bis 83 Prozent an, je nach Messmethode. Eine weitere Untersuchung an 150 Patienten mit Angst- oder Depressionsstörungen ergab, dass Angst statistisch 61 Prozent der dysfunktionalen Atmung erklärt. Das sind keine Randphänomene. Das ist die Mehrheit der Betroffenen.

Summen für Gelassenheit

Und jetzt der Punkt, der mich am meisten beschäftigt: Ein Scoping Review von 2023 stellt fest, dass dysfunktionales Atmen ein Kennzeichen von Angststörungen ist, die Standard-Behandlungen aber nicht auf die Atmung abzielen. Die kognitive Verhaltenstherapie, der Goldstandard in der Behandlung, arbeitet am Denken, aber nicht an der Physiologie. Da sitzt jemand in der Therapie, lernt seine Gedanken zu hinterfragen, aber atmet weiterhin 18 Mal pro Minute durch den Mund und wundert sich, dass die Panik trotzdem wiederkommt.

Das ist keine Kritik an der Verhaltenstherapie. Aber es zeigt, dass da eine Lücke ist. Und Atemtraining kann diese Lücke füllen.

Das war der Moment, in dem McKeown beschloss, Buteyko weiterzudenken. Er gründete 2014 das Oxygen Advantage, zunächst mit dem Ziel, eine Atemtechnik zu schaffen, die auch Männer anspricht, die über Leistung und Resilienz den Zugang finden. Aber dahinter steckte das gleiche Anliegen: Angst, Panik und Schlafprobleme behandeln, nur über einen anderen Einstieg.

In einem Interview hat er es so formuliert: „Die Buteyko-Methode konzentriert sich hauptsächlich auf die Atembiochemie, auf CO₂-Werte, Nasenatmung und die Korrektur von Hyperventilation. Das sind alles sehr wichtige Dinge. Aber mit dem Oxygen Advantage kann ich viel mehr Atemtechniken einbauen. Das ist meine Methode, sie hat keine Tradition, der sie folgen muss, also entwickelt sie sich weiter und wächst.“

Ich finde diesen Satz wichtig, weil er zeigt: McKeown hat Buteyko nicht über Bord geworfen. Er hat es als Fundament behalten und darauf aufgebaut. Die Grundprinzipien sind dieselben. Was sich verändert hat, ist der Zugang.

Was ich fair finde: Auch McKeown selbst sagt, dass bei Menschen mit sehr niedriger Kontrollpause die intensiveren Übungen zunächst zu viel sein können. Man soll mit den Grundlagen beginnen und sich schrittweise steigern.

Was das mit AtemFlow zu tun hat

Als ich diese Geschichte zum ersten Mal gehört habe, musste ich schmunzeln. Weil wir bei AtemFlow fast den gleichen Weg gegangen sind, ohne es zu planen.

Ich habe meine Ausbildung bei Patrick McKeown gemacht. Das war für mich persönlich ein Wendepunkt, weil ich dort zum ersten Mal verstanden habe, wie tiefgreifend die Atmung unsere Gesundheit beeinflusst.

Und weil dieser Artikel den Eindruck erwecken könnte, bei AtemFlow dreht sich alles nur um Atempausen, möchte ich das hier klarstellen: In unseren Kursen und in der AtemFlow Studio App geht es in fast allen Übungen um die Reduktion der Atmung. Nasenatmung, Zwerchfellatmung, ruhiges und leises Atmen, das ist und bleibt die Basis von allem, was wir tun. Die Atempausen sind ein gezieltes Werkzeug innerhalb dieses Rahmens. Wir setzen sie bewusst ein, aber sie sind nicht das Einzige, was wir machen. Sie sind ein Teil des Ganzen.

McKeowns Beobachtung, dass Menschen am reinen „setz dich hin und atme leiser“ scheitern, kann ich aus meiner eigenen Praxis nur bestätigen. Und seine Erkenntnis, dass der Zugang über etwas Greifbares, über Training, über spürbare Fortschritte erfolgen muss, hat sich bei uns genauso gezeigt.

Aber ich bin nicht einfach bei McKeowns Methode stehengeblieben. In den letzten Jahren, durch die Arbeit mit hunderten von Nutzer:innen, ist bei AtemFlow etwas Eigenes gewachsen. Zum Beispiel das interaktive aktive Atempausentraining, und es ist inzwischen ein wichtiger Baustein unserer Studio App und unseres Buteyko-Kurses.

Summen für innere Ruhe

Wie unser aktives Atempausentraining entstanden ist

Ich will ehrlich sein: Reduziertes Atmen zu lernen ist schwer. Richtig schwer. Das ist wie Meditation lernen. Man weiß, was man tun soll, aber der Körper macht einfach nicht mit. Wer soll 20 Minuten lang bewusst „weniger atmen“, wenn der Kopf rast, die Nase zu ist und sich alles nach mehr Luft anfühlt?

Ich habe das bei so vielen Menschen gesehen. Sie kommen mit Motivation, lesen ein Buch, schauen ein Video, setzen sich hin und versuchen leiser zu atmen. Und nach zwei Wochen hören sie auf, weil sie nicht spüren, dass sich etwas verändert. So wie Thomas, der mir schrieb:

„Ich hatte ein Buteyko-Buch gelesen und wollte das umsetzen. Einfach ruhiger atmen. Aber ich saß da und es passierte nichts. Ich konnte nicht spüren, was ‚weniger atmen‘ überhaupt bedeutet. Nach zwei Wochen hab ich aufgegeben. Bei AtemFlow war es anders: Die Atempausen haben mir gezeigt, wo ich stehe, und ich konnte Fortschritte spüren. Das hat mich dranbleiben lassen.“ — Thomas, 43

Thomas ist kein Einzelfall. Ich bekomme solche Nachrichten regelmäßig.

Unser aktives Atempausentraining ist zum Beispiel so ein Werkzeug, das ursprünglich gar nicht für diese Gruppe gedacht war. Wir hatten es zuerst für unsere leistungsorientierten Nutzer entwickelt, für Sportler, die ihre CO₂-Toleranz gezielt steigern wollten. Im Training, im Wettkampf, für effizienteres Atmen unter Belastung.

Und dann passierte etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Immer mehr Menschen aus dem Gesundheitsbereich fingen an, das Tool zu nutzen. Menschen mit Angststörungen, mit Atembeschwerden, mit chronischer Erschöpfung. Die Nachfrage kam von ihnen, nicht von uns. Und sie schrieben mir, wie gut es ihnen half. Besser als das reine „leise atmen“, weil sie endlich etwas Greifbares hatten. Etwas, wobei sie Fortschritte spüren konnten, ohne sich zu überfordern. Wir haben darauf reagiert und das Training angepasst, sanfter gestaltet, individueller gemacht.

So ist aus einem Sporttool ein Werkzeug für alle geworden.

Das Besondere daran: Es gibt keine vorgeschriebenen Sekundenzahlen. Keine Anweisung wie „Halte jetzt 20 Sekunden die Luft an.“ Du trainierst nach deinem aktuellen Stand, in deinem Tempo, so wie es sich für dich gut anfühlt. Zwischen den Atempausen bleibst du in einem ruhigen, reduzierten Atem. Die Pausen sind nicht das Ziel, sie sind das Werkzeug. Sie lehren deinen Körper schrittweise, mit weniger Luft auszukommen. Und dadurch wird das reduzierte Atmen, das am Ende ja das eigentliche Ziel der ganzen Buteyko-Methode ist, überhaupt erst möglich.

Dieser Ansatz ist aus der Praxis gewachsen, aus echtem Feedback, aus Gesprächen und Coachings. Und er wird weiterentwickelt. Im AtemFlow Studio kommt dazu bald ein großes Update.

Summen für innere Ruhe

Was die Wissenschaft dazu sagt

Ich bin keine Wissenschaftlerin. Aber ich finde es wichtig, nicht nur aus Erfahrung zu argumentieren, sondern auch zu schauen, was die Forschung sagt. Und da war ich selbst überrascht, wie klar die Studienlage inzwischen ist.

Eines vorweg, weil ich damit rechne, dass Kritiker es anmerken werden: Die Studien, die ich gleich zitiere, untersuchen nicht Atempausentraining im Buteyko-Sinne. Sie untersuchen die gezielte Anhebung des CO₂-Spiegels, meist mit einem Capnometrie-Gerät. Das Studienprotokoll ist also ein anderes als das, was wir bei AtemFlow machen. Aber der Wirkmechanismus ist derselbe: den Körper daran gewöhnen, mit mehr CO₂ klarzukommen, und die Empfindlichkeit gegenüber Atemsensationen zu reduzieren. Ob man das über Biofeedback erreicht oder über dosierte Atempausen, der physiologische Weg ist der gleiche.

CO₂-Überempfindlichkeit: warum manche Menschen anfälliger für Panik sind

Bevor ich zu den konkreten Therapiestudien komme, lohnt sich ein Blick auf die Grundlagenforschung. Denn die Frage, warum CO₂-Toleranz überhaupt mit Angst zusammenhängt, ist seit den 1990er Jahren gut erforscht.

Schon 1993 beschrieb eine umfassende Arbeit im American Journal of Psychiatry den Zusammenhang: Manche Panikpatienten haben eine chronische, subtile Atemstörung, und die Überempfindlichkeit ihres CO₂-Chemorezeptorsystems könnte Panik auslösen. Das heißt: Ihr Körper schlägt bei einem CO₂-Anstieg viel früher Alarm als der Körper eines gesunden Menschen.

Noch eindrucksvoller finde ich eine Langzeitstudie mit 404 Teilnehmern über zwei Jahre. Die Forscher untersuchten, ob die Reaktion auf einen CO₂-Test zukünftige Panikattacken vorhersagen kann. Das Ergebnis: Die CO₂-induzierte Angstreaktion war ein sehr starker Prädiktor für die spätere Entwicklung von Angstpathologie. CO₂-Überempfindlichkeit ist also nicht nur ein Begleitsymptom. Sie geht der Erkrankung voraus.

Es gibt sogar Hinweise, dass diese Empfindlichkeit genetisch beeinflusst ist. Studien an gesunden Verwandten ersten Grades von Panikpatienten zeigen eine erhöhte CO₂-Reaktivität, bevor überhaupt Symptome auftreten.

Warum ist das für unsere Debatte relevant? Weil es zeigt: CO₂-Toleranz ist nicht irgendein abstraktes Konzept. Sie ist ein messbarer, physiologischer Marker, der direkt mit der Anfälligkeit für Panik zusammenhängt. Wer die CO₂-Toleranz trainiert, arbeitet am Kern des Problems, nicht an der Oberfläche.

Panikstörung: CO₂ anheben wirkt

Prof. Alicia Meuret an der Southern Methodist University hat in mehreren randomisierten kontrollierten Studien untersucht, was passiert, wenn Panikpatienten lernen, ihren CO₂-Spiegel gezielt anzuheben. Ihre Methode heißt CART (Capnometry-Assisted Respiratory Training).

Die Ergebnisse finde ich bemerkenswert: In einer Studie mit 37 Panikpatienten stiegen die CO₂-Werte von einem zu niedrigen auf ein normales Niveau. 68 Prozent der Teilnehmer hatten nach 12 Monaten keine Panikattacken mehr. Die Effektstärken waren groß, teilweise sogar größer als bei klassischer kognitiver Verhaltenstherapie.

Was mich besonders beeindruckt hat: Meuret konnte nachweisen, dass der CO₂-Anstieg ursächlich für die Verbesserung war. Nicht umgekehrt. Die Normalisierung des CO₂ führte zu weniger Paniksymptomen, weniger katastrophisierenden Gedanken und mehr wahrgenommener Kontrolle.

Das widerlegt die frühere Annahme, dass Atemtechniken bei Panikstörung katastrophisierende Gedanken eher aufrechterhalten als verändern würden.

Warum der kontrollierte Lufthunger hilft statt schadet

Noch eine Erkenntnis aus Meurets Forschung, die ich für das Verständnis der ganzen Debatte entscheidend finde: Die Atempausenarbeit wirkt nicht nur über die CO₂-Normalisierung, sondern auch über einen zweiten Weg. Meuret nennt es interozeptive Exposition. Das klingt kompliziert, meint aber etwas Einfaches: Wenn du während der Übungen kontrollierten Lufthunger erlebst, wirst du schrittweise gegenüber den Körperempfindungen desensibilisiert, die sonst Panikattacken auslösen.

Der kontrollierte Lufthunger, den die traditionelle Schule als stresserzeugend ablehnt, ist also genau der therapeutische Hebel. Vorausgesetzt, er ist dosiert und angeleitet.

Und ja, Lufthunger ist unangenehm. Das soll er auch sein. Darum geht es ja gerade: sich in die Atempause hineinzuversetzen, den Reiz wahrzunehmen, und dann nicht dagegen anzukämpfen, sondern sich hineinzuentspannen. Der Körper lernt in diesem Moment, dass das Unangenehme aushaltbar ist. Dass er nicht in Gefahr ist. Dass er genug Luft hat. Dafür muss es ein kleines Stück aus der Komfortzone gehen. Aber dieses kleine Stück ist meilenweit entfernt von einem Stressor, der das Nervensystem in den Überlebensmodus schickt. Es ist eher wie der Moment, wenn du zum ersten Mal kaltes Wasser über die Hände laufen lässt und merkst: Das ist unangenehm, aber es tut mir nichts.

Wenn ich daran denke, fällt mir eine Mail ein, die ich vor einiger Zeit bekommen habe und die das besser beschreibt, als ich es je könnte:

„Maria ich muss dir kurz schreiben. Ich war gestern auf dem Geburtstag von meiner Schwägerin. Klingt banal aber ich hab sowas seit zwei Jahren nicht mehr gemacht weil ich immer Angst hatte dass ne Attacke kommt. Hab immer abgesagt, mein Mann ist dann alleine hin und ich saß zuhause. Jedenfalls ich bin hin gestern und es ging. Mir war am Anfang mulmig und ich bin einmal kurz raus weil ich merkte es wird eng. Aber es ist nicht eskaliert. Drei Stunden geblieben. Auf der Heimfahrt hab ich geheult im Auto, einfach so vor Erleichterung. Das Atempausentraining fand ich am Anfang so bescheuert ehrlich gesagt, Luft anhalten wenn man eh schon Angst hat keine zu kriegen?? Aber irgendwie hat mein Körper nach ein paar Wochen gecheckt dass er genug Luft hat. Ok sorry für die lange Nachricht, wollte mich einfach bedanken“ — Miriam, 41, per E-Mail

Was Miriam beschreibt, ist genau die interozeptive Exposition, von der Meuret spricht. Nur eben nicht im Labor, sondern in ihrem Alltag, mit einer App auf dem Handy.

Summen für Gelassenheit

Ich bin keine Wissenschaftlerin. Aber ich finde es wichtig, nicht nur aus Erfahrung zu argumentieren, sondern auch zu schauen, was die Forschung sagt. Und da war ich selbst überrascht, wie klar die Studienlage inzwischen ist.

Eines vorweg, weil ich damit rechne, dass Kritiker es anmerken werden: Die Studien, die ich gleich zitiere, untersuchen nicht Atempausentraining im Buteyko-Sinne. Sie untersuchen die gezielte Anhebung des CO₂-Spiegels, meist mit einem Capnometrie-Gerät. Das Studienprotokoll ist also ein anderes als das, was wir bei AtemFlow machen. Aber der Wirkmechanismus ist derselbe: den Körper daran gewöhnen, mit mehr CO₂ klarzukommen, und die Empfindlichkeit gegenüber Atemsensationen zu reduzieren. Ob man das über Biofeedback erreicht oder über dosierte Atempausen, der physiologische Weg ist der gleiche.

CO₂-Überempfindlichkeit: warum manche Menschen anfälliger für Panik sind

Bevor ich zu den konkreten Therapiestudien komme, lohnt sich ein Blick auf die Grundlagenforschung. Denn die Frage, warum CO₂-Toleranz überhaupt mit Angst zusammenhängt, ist seit den 1990er Jahren gut erforscht.

Schon 1993 beschrieb eine umfassende Arbeit im American Journal of Psychiatry den Zusammenhang: Manche Panikpatienten haben eine chronische, subtile Atemstörung, und die Überempfindlichkeit ihres CO₂-Chemorezeptorsystems könnte Panik auslösen. Das heißt: Ihr Körper schlägt bei einem CO₂-Anstieg viel früher Alarm als der Körper eines gesunden Menschen.

Noch eindrucksvoller finde ich eine Langzeitstudie mit 404 Teilnehmern über zwei Jahre. Die Forscher untersuchten, ob die Reaktion auf einen CO₂-Test zukünftige Panikattacken vorhersagen kann. Das Ergebnis: Die CO₂-induzierte Angstreaktion war ein sehr starker Prädiktor für die spätere Entwicklung von Angstpathologie. CO₂-Überempfindlichkeit ist also nicht nur ein Begleitsymptom. Sie geht der Erkrankung voraus.

Es gibt sogar Hinweise, dass diese Empfindlichkeit genetisch beeinflusst ist. Studien an gesunden Verwandten ersten Grades von Panikpatienten zeigen eine erhöhte CO₂-Reaktivität, bevor überhaupt Symptome auftreten.

Warum ist das für unsere Debatte relevant? Weil es zeigt: CO₂-Toleranz ist nicht irgendein abstraktes Konzept. Sie ist ein messbarer, physiologischer Marker, der direkt mit der Anfälligkeit für Panik zusammenhängt. Wer die CO₂-Toleranz trainiert, arbeitet am Kern des Problems, nicht an der Oberfläche.

Panikstörung: CO₂ anheben wirkt

Prof. Alicia Meuret an der Southern Methodist University hat in mehreren randomisierten kontrollierten Studien untersucht, was passiert, wenn Panikpatienten lernen, ihren CO₂-Spiegel gezielt anzuheben. Ihre Methode heißt CART (Capnometry-Assisted Respiratory Training).

Die Ergebnisse finde ich bemerkenswert: In einer Studie mit 37 Panikpatienten stiegen die CO₂-Werte von einem zu niedrigen auf ein normales Niveau. 68 Prozent der Teilnehmer hatten nach 12 Monaten keine Panikattacken mehr. Die Effektstärken waren groß, teilweise sogar größer als bei klassischer kognitiver Verhaltenstherapie.

Was mich besonders beeindruckt hat: Meuret konnte nachweisen, dass der CO₂-Anstieg ursächlich für die Verbesserung war. Nicht umgekehrt. Die Normalisierung des CO₂ führte zu weniger Paniksymptomen, weniger katastrophisierenden Gedanken und mehr wahrgenommener Kontrolle.

Das widerlegt die frühere Annahme, dass Atemtechniken bei Panikstörung katastrophisierende Gedanken eher aufrechterhalten als verändern würden.

Warum der kontrollierte Lufthunger hilft statt schadet

Noch eine Erkenntnis aus Meurets Forschung, die ich für das Verständnis der ganzen Debatte entscheidend finde: Die Atempausenarbeit wirkt nicht nur über die CO₂-Normalisierung, sondern auch über einen zweiten Weg. Meuret nennt es interozeptive Exposition. Das klingt kompliziert, meint aber etwas Einfaches: Wenn du während der Übungen kontrollierten Lufthunger erlebst, wirst du schrittweise gegenüber den Körperempfindungen desensibilisiert, die sonst Panikattacken auslösen.

Der kontrollierte Lufthunger, den die traditionelle Schule als stresserzeugend ablehnt, ist also genau der therapeutische Hebel. Vorausgesetzt, er ist dosiert und angeleitet.

Und ja, Lufthunger ist unangenehm. Das soll er auch sein. Darum geht es ja gerade: sich in die Atempause hineinzuversetzen, den Reiz wahrzunehmen, und dann nicht dagegen anzukämpfen, sondern sich hineinzuentspannen. Der Körper lernt in diesem Moment, dass das Unangenehme aushaltbar ist. Dass er nicht in Gefahr ist. Dass er genug Luft hat. Dafür muss es ein kleines Stück aus der Komfortzone gehen. Aber dieses kleine Stück ist meilenweit entfernt von einem Stressor, der das Nervensystem in den Überlebensmodus schickt. Es ist eher wie der Moment, wenn du zum ersten Mal kaltes Wasser über die Hände laufen lässt und merkst: Das ist unangenehm, aber es tut mir nichts.

Wenn ich daran denke, fällt mir eine Mail ein, die ich vor einiger Zeit bekommen habe und die das besser beschreibt, als ich es je könnte:

„Maria ich muss dir kurz schreiben. Ich war gestern auf dem Geburtstag von meiner Schwägerin. Klingt banal aber ich hab sowas seit zwei Jahren nicht mehr gemacht weil ich immer Angst hatte dass ne Attacke kommt. Hab immer abgesagt, mein Mann ist dann alleine hin und ich saß zuhause. Jedenfalls ich bin hin gestern und es ging. Mir war am Anfang mulmig und ich bin einmal kurz raus weil ich merkte es wird eng. Aber es ist nicht eskaliert. Drei Stunden geblieben. Auf der Heimfahrt hab ich geheult im Auto, einfach so vor Erleichterung. Das Atempausentraining fand ich am Anfang so bescheuert ehrlich gesagt, Luft anhalten wenn man eh schon Angst hat keine zu kriegen?? Aber irgendwie hat mein Körper nach ein paar Wochen gecheckt dass er genug Luft hat. Ok sorry für die lange Nachricht, wollte mich einfach bedanken“ — Miriam, 41, per E-Mail

Was Miriam beschreibt, ist genau die interozeptive Exposition, von der Meuret spricht. Nur eben nicht im Labor, sondern in ihrem Alltag, mit einer App auf dem Handy.

Asthma: CO₂-Training bringt mehr als reines Langsamatmen

In einer großen randomisierten Studie mit 120 Teilnehmern wurde CART mit reinem Langsamatmen verglichen. Beide Gruppen verbesserten sich. Aber nur die Gruppe, die gezielt CO₂ anhob, entwickelte eine erhöhte Toleranz gegenüber belastenden Atemsymptomen und zeigte eine bessere Asthmakontrolle. Das deckt sich mit dem, was mir unsere Asthma-Nutzer:innen berichten.

Freitaucher und Panik: zwei Seiten einer Medaille

Eine Studie von 2025 in Frontiers in Psychiatry hat mich fasziniert. Die Forscher stellten fest: Freitaucher haben durch ihr Training eine reduzierte CO₂-Sensitivität. Das ist das genaue Gegenteil von dem, was Panikpatienten zeigen. Die Studie fand deutliche Reduktionen bei physiologischen und kognitiven Paniksymptomen und sieht großes Potenzial im Atemhaltetraining für die klinische Anwendung. Sie fordert aber auch weitere Forschung darüber, wie viele Atemanhalte-Expositionen für einen therapeutischen Effekt nötig sind.

Und Buteyko direkt bei Angststörungen?

Ich möchte an dieser Stelle ehrlich sein: Eine große randomisierte Studie, die spezifisch Buteyko-Atempausen (ohne Capnometer) bei Panikstörung isoliert testet, gibt es bisher nicht. Das ist die Lücke in der Forschung, und ich will sie nicht verstecken.

Was es aber gibt: Eine randomisierte kontrollierte Studie aus 2022 hat Buteyko-Atemtechnik bei Patienten mit generalisierter Angststörung untersucht. Nach zwei Monaten zeigten die Teilnehmer in der Übungsgruppe verbesserte Lungenfunktionswerte und einen Trend zur Verbesserung bei CO₂-Werten und Atemfrequenz. Das ist keine Studie spezifisch zu Atempausen, aber es ist eine klinische Studie zu Buteyko bei einer diagnostizierten Angststörung mit positiven Ergebnissen.

Zusammen mit der Meuret-Forschung (die den Wirkmechanismus über CO₂-Anhebung in Kombination gezieltem Lufthungers belegt), der Freitaucher-Studie (die zeigt, dass Atemhaltetraining die CO₂-Sensitivität reduziert) und der Grundlagenforschung zur CO₂-Überempfindlichkeit ergibt sich ein Bild, das in eine klare Richtung zeigt. Auch wenn das letzte Puzzleteil, die eine perfekte Studie, noch fehlt.

ME/CFS, Long COVID und Atemtraining

Für ME/CFS gibt es bisher keine großen randomisierten Studien spezifisch zu Buteyko. Aber die Puzzleteile ergeben ein Bild: Eine Pilotstudie fand bei einem Viertel der CFS-Patienten ein asynchrones Atemmuster, das durch Atemtraining verbessert werden konnte.
Eine klinische Studie zu inspiratorischem Muskeltraining bei ME/CFS und Long COVID zeigte nach 8 Wochen Verbesserungen bei autonomer Funktion, Herzratenvariabilität und Schlaf.

Für Long COVID gibt es inzwischen mehr. Eine Studie von 2024 hat Buteyko-Atemtechnik gezielt bei 120 Post-COVID-Patienten untersucht. Wichtig dabei: Das Protokoll beinhaltete ausdrücklich Atemhalteübungen als Teil der Buteyko-Technik. Nach drei Wochen zeigten sich signifikante Verbesserungen bei der Gehstrecke im 6-Minuten-Test, bei der Sauerstoffsättigung, auf der Fatigue-Skala, bei der Atemnot und bei der Lebensqualität. Alle Ergebnisse waren statistisch hochsignifikant (p < 0,001). Das ist eine der größten Buteyko-Studien überhaupt, und sie zeigt: Atempausentraining funktioniert auch bei einer vulnerablen Gruppe wie Post-COVID-Patienten.

Eine Meta-Analyse von 2025, die 37 randomisierte kontrollierte Studien mit über 3.300 Long-COVID-Patienten zusammenfasste, bestätigt das Gesamtbild: Atemübungen verbessern Gehstrecke, Lungenfunktion und Lebensqualität. Programme zwischen 4 und 8 Wochen zeigten die deutlichsten Ergebnisse.

Ein systematischer Review bestätigt außerdem, dass CO₂-Toleranz umgekehrt mit Stress- und Angstsymptomen zusammenhängt. Wer seine CO₂-Toleranz aufbaut, wird stressresistenter.

In meiner eigenen Arbeit bei AtemFlow sehe ich bei ME/CFS- und Long-COVID-Betroffenen regelmäßig, wie behutsames Atempausentraining, immer innerhalb der individuellen Belastungsgrenze, zu mehr Ruhe, besserem Schlaf und einer schrittweisen Stabilisierung beiträgt. Es ist keine Wunderheilung. Aber es ist ein Hebel, den die Betroffenen selbst in der Hand haben.

Summen für Gelassenheit

Was die traditionelle Schule richtig sieht

Ich möchte fair sein: Die Warnung ist nicht grundlos. Wer ohne Anleitung aggressive Maximalpausen macht, gerade bei Angststörungen oder schwerer Erschöpfung, kann Symptome tatsächlich verschlimmern. Die Dosis macht den Unterschied.

Und ja, Erfahrungsberichte wie die von Thomas oder Miriam sind keine Studien. Sie beweisen nichts im wissenschaftlichen Sinne. Aber sie zeigen Muster, die sich mit der Forschungsrichtung decken. Das macht sie für mich relevant.

Ein Argument höre ich auch immer wieder: „Wenn reduziertes Atmen zu schwer ist, brauchen die Menschen keinen anderen Ansatz, sondern einen besseren Lehrer.“ Vielleicht stimmt das in manchen Fällen. Aber nicht jeder hat Zugang zu einem erfahrenen Buteyko-Lehrer. Nicht jeder kann sich Einzelstunden leisten. Nicht jeder hat jemanden in der Nähe. Zugänglichkeit ist auch ein Wert. Und wenn ein Weg über Atempausen Menschen erreicht, die am klassischen Weg gescheitert sind, dann ist das kein schlechterer Weg. Es ist ein anderer Einstieg zum selben Ziel.

Deshalb fangen wir bei AtemFlow immer sanft an, mit Nasenatmung, Zwerchfellatmung und Atembeobachtung. Das Atempausentraining wird schrittweise aufgebaut, nie forciert. Es gibt keine starren Sekundenvorgaben, jede:r trainiert nach eigenem Stand. Und bei empfindlichen Zielgruppen wie ME/CFS oder Panikstörung arbeite ich besonders individuell. Dein Körper bestimmt das Tempo, nicht ein Protokoll.

Was ich aber auch sagen kann: Nach über 2.000 Nutzererfahrungen mit unseren Trainingsplänen haben wir noch keine einzige Rückmeldung erhalten, dass sich das Training auf Stresssymptome negativ ausgewirkt hätte. Keine einzige. Und wir haben genau hingehört. Hätte es solche Rückmeldungen gegeben, hätten wir sofort reagiert. Stattdessen haben wir über die Jahre angepasst, optimiert, sanfter gemacht, wo es nötig war, und intensiver, wo es möglich war. Das aktive Atempausentraining in seiner heutigen Form ist das Ergebnis dieses Prozesses.

Mein Fazit

Macht AtemFlow echtes Buteyko? Ja. Wir bauen auf den gleichen Grundprinzipien auf: Nasenatmung, reduziertes Atemvolumen, CO₂ als Schlüssel, Kontrollpause als Fortschrittsmesser. In fast allen unseren Übungen geht es um genau das, was Buteyko wollte: weniger atmen, ruhiger atmen, effizienter atmen. Die Atempausen sind ein Werkzeug auf diesem Weg, nicht der ganze Weg.

Aber wir sind nicht in den 1950er Jahren stehengeblieben. Ich integriere Erkenntnisse aus 70 Jahren Forschung. Von der Meuret-Forschung zur CO₂-Normalisierung bei Panikstörungen über Studien zu intermittierender Hypoxie bis hin zu den Erkenntnissen aus der Freitauchforschung.

Vor allem aber habe ich aus der Praxis gelernt. Aus hunderten Gesprächen, Coachings und Rückmeldungen weiß ich: Viele Menschen, die am klassischen „einfach leiser atmen“ gescheitert sind, finden über das aktive Atempausentraining ihren Zugang und kommen dann ganz natürlich beim ruhigen, reduzierten Atmen an. Nicht weil sie es erzwingen. Sondern weil ihr Körper bereit dafür ist.

Ja, wir haben auch schon überlegt, ob wir für unser Atemtraining einen anderen Namen wählen sollten, um solche Debatten zu vermeiden. Aber braucht es wirklich einen neuen Namen, wenn am Ende dasselbe Ergebnis steht? Wenn das Ziel dasselbe ist? Wenn die Vision dieselbe ist? Unsere Nutzer:innen atmen ruhiger, schlafen besser, haben weniger Angst. Sie kommen beim reduzierten Atmen an. Ob der Einstieg über Atempausen stattfindet oder über stilles Sitzen, am Ende stehen sie am gleichen Ort.

Dr. Buteyko war ein Pionier. Seine Grundidee, dass wir zu viel atmen und dass CO₂ kein Abfallprodukt ist, sondern ein lebenswichtiger Regulator, war ihrer Zeit weit voraus. Aber eine Methode lebendig zu halten heißt auch, sie wachsen zu lassen.

Und weil mir das wichtig ist, möchte ich es am Ende dieses langen Artikels noch einmal klar sagen: Wir arbeiten bei AtemFlow nicht fahrlässig. Im Gegenteil. Wir beschäftigen uns seit Jahren intensiv mit der Frage, wie wir Atempausentraining so gestalten können, dass es Menschen hilft, ohne ihnen zu schaden. Wir kennen die Forschung. Wir kennen die Gegenargumente. Wir hören unseren Nutzer:innen zu, und wir passen an, wenn etwas nicht funktioniert. Nach über 2.000 Nutzererfahrungen ohne eine einzige negative Rückmeldung zu Stresssymptomen sage ich das nicht leichtfertig. Ich sage es, weil die Ergebnisse es tragen.

Ich mache das, was ich bei meinen Nutzer:innen sehe, was die Forschung stützt und was ich mit meinem Gewissen verantworten kann. Und solche Mails wie die von Miriam zeigen mir, dass dieser Weg richtig ist.

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