Keine Theorie. Keine Studien. Nur echte Menschen, die erzählen, was sich verändert hat.

Ich werde oft gefragt, ob das mit dem Atemtraining wirklich funktioniert. Ob sich da wirklich etwas verändert. Und ich könnte dann Studien zitieren, Zahlen nennen, Mechanismen erklären. Mache ich auch, in anderen Artikeln. Aber manchmal sind es die Geschichten, die mehr sagen als jede Studie. Geschichten von Menschen, die angefangen haben zu atmen und deren Leben sich dadurch verändert hat. Nicht über Nacht, nicht durch ein Wunder, sondern durch Dranbleiben, Geduld und ein paar Minuten am Tag.

In den letzten Wochen habe ich unsere AtemFlow-Community gefragt, wie ihre Erfahrungen mit dem Atemtraining sind. Was zurückkam, hat mich überwältigt. So viele persönliche Mails, so viel Offenheit. Ich kann hier nicht alle teilen, aber fünf Geschichten möchte ich dir zeigen. Weil sie so unterschiedlich sind. Und weil sie zeigen, dass es nicht den einen Weg gibt.

Gregor, 55: Asthma weg durch Buteyko-Atemtraining

Gregor war überzeugt, dass er als Schauspieler und Sänger weiß, wie man atmet. Bis sein Körper ihm das Gegenteil bewies:

„Ich bin Schauspieler und Sänger und war als junger Mann überzeugt, dass ich mich in meiner Ausbildung ausgiebig mit Atmung beschäftigt hatte. Keinerlei Nachholbedarf. Das Problem kam ab dem 40. Lebensjahr. Allergien, Hausstaub, Pollen. Schließlich der berüchtigte Etagenwechsel: Es ging auf die Lunge, allergisches Asthma. Daneben gab es Panikattacken. Einmal hing ich als ‚fliegender Engel‘ in einem Bühnenflugwerk, Stromausfall, ich blieb oben hängen. Unkontrollierte Hyperventilation. Sowas kam immer wieder vor. 2021 nahm ich eine Rolle in einer großen Freilicht-Musical-Produktion an. Pyroeffekte und Disco-Nebel, jeden Abend. Das war verheerend. 50 Vorstellungen, jeden Abend allergische Reaktion, Giemen auf der Lunge, andauernd Infekte. Die Mediziner konnten nur sagen: Inhalieren Sie, nehmen Sie Gelomyrtol. Einmal war ich wegen der Überatmung im Krankenhaus. Diagnose: Sie sind gesund, gehen Sie nach Hause, das ist psychisch. Meine Frau hatte dann irgendwann ein Buteyko-Video in ihrer Timeline. Das war der Wink. Ich wurde erst neugierig, später besessen. Ende 2023 bin ich auf die AtemFlow-App gestoßen. Meine Tagesroutine: Atempausentraining, Atemzyklen, verlängerte Ausatmung. Das ließ sich gut integrieren, weil ich als Bahnpendler jeden Tag 4 bis 5 Stunden in Zügen verbringe. Was ich heute sagen kann: Ich habe mein Asthma definitiv komplett losgeworden. Das Giemen ist spurlos verschwunden. Ich mache 55-Sekunden-Atempausen nach Lust und Laune. Ich bin 55 und fühle mich fitter als mit 35. Ich kann auf AtemFlow nicht verzichten. Die App hat mir sozusagen den Hals gerettet.“

Gregors Geschichte zeigt etwas, das ich immer wieder sehe: Menschen, die denken, sie wüssten wie man atmet, weil sie sich beruflich damit beschäftigt haben. Und dann merken, dass da eine ganz andere Ebene ist. Gregor hat nicht einfach eine neue Technik gelernt. Er hat verstanden, dass er jahrzehntelang überatmet hat, und hat das Muster umgedreht. Mit Buteyko, mit Atempausen, mit Geduld. Von KP irgendwo im Keller bis auf 45, vom Cortisonspray bis asthma-frei.

Atemtraining als Sänger

Monika: Nach 60 Jahren Asthma die erste Panikattacke ohne Spray gemeistert

Monikas Geschichte ist kürzer. Aber sie hat einen Moment drin, der es für mich auf den Punkt bringt:

„Ich leide seit 60 Jahren unter Asthma und nehme genauso lange Medikamente. Ich würde NIEMALS auch nur von einem Raum in den anderen gehen, ohne mich vorher zu versichern, dass ich mein Spray dabei habe. Ich hatte Bücher über die Buteyko-Methode gelesen, aber keinen richtigen Zugang gefunden, um wirklich Erfolg zu haben und dranzubleiben. Mit deiner App und den vielen Infos hab ich schon nach kurzer Zeit ein neues Vertrauen in meine eigenen Möglichkeiten entwickelt. Vor einigen Tagen hatte ich tatsächlich mein Spray nicht dabei, als ich mit den Hunden Gassi ging. Wie so oft kam uns ein großer schwarzer Hund entgegen, bei dem es immer zu Stress kommt, der bei mir immer zu einer Verengung der Bronchien führt. Also wollte ich mein Spray benutzen, das aber nicht in der Jackentasche war. Ich hatte ganz kurz heftige Panik und habe dann sofort an die Übung mit der 3-Sekunden-Pause gedacht und sie angewendet. Und tatsächlich hatte ich nach ganz kurzer Zeit meine Atmung und meine Nerven wieder im Griff. Das war so ein großartiger Moment, der mich so glücklich und stark gemacht hat! Vorher wusste ich vom Kopf her, dass dein Konzept schlüssig ist. Jetzt weiß mein Körper, dass es tatsächlich funktioniert. Ich bin nach diesem Erlebnis fest davon überzeugt, dass ich es selbst nach 60 Jahren noch schaffen kann, mich von dieser Krankheit aktiv zu befreien.“

Wenn ich so etwas lese, weiß ich, warum wir machen, was wir machen. 60 Jahre Asthma. 60 Jahre Abhängigkeit von einem Spray. Und dann dieser eine Moment an der frischen Luft, ohne Spray, mit einem stressigen Hund, und es geht trotzdem. Nicht weil das Asthma weg ist. Sondern weil Monika jetzt ein Werkzeug hat, das sie immer bei sich trägt. Eine 3-Sekunden-Atempause. Mehr war in dem Moment nicht nötig.

Das ist für mich die Essenz der Buteyko-Methode: Nicht das Asthma heilen, sondern dem Menschen die Kontrolle über seine Atmung zurückgeben. Und damit ein Stück Freiheit.

Buteyko Methode Erfahrungen

Birgit: Atemtraining bei schwerer Lungenerkrankung – was realistisch möglich ist

Nicht jede Geschichte hat ein Happy End mit einer Kontrollpause von 50 wink. Birgit zeigt, wie es aussehen kann, wenn eine schwere Erkrankung Grenzen setzt:

„Seit 2020/21 bin ich schwer erkrankt. Eine unklare Lungenerkrankung, letztendlich als LIP diagnostiziert, und seit 2025 Post-COVID mit Fatigue und Erschöpfung sowie Atemnot bei Belastung. Die Sauerstoff-Therapie konnte zumindest abgesetzt werden. In der Reha wurde mir die Buteyko-Methode von Therapeuten nahegelegt. Meine Kontrollpause war am Anfang 2 bis 3 Sekunden. Ich habe dann viel gelesen und geübt und bin auf eure App gestoßen. Ihr habt mir sehr geholfen. Ich habe vieles dazugelernt. Ich komme zur Ruhe und fühle mich an manchen Tagen entspannter. Meine Kontrollpause hat sich nur leicht verbessert. Maximal 5 bis 6 Sekunden. Leider kann ich nur wenige Anleitungen durchführen. Ich bekomme Atemnot bei Atempause nach Einatmung und bei länger andauerndem reduzierten Atmen. Wer es braucht, kann das gerne machen, lasst euch da nicht reinreden. Mir geht es besser mit den kurzen Atempausen, die auch selbst angepasst werden können je nach Tagesform. Ich habe gelernt, dass Hyperventilation für meine Erkrankung kontraproduktiv ist und ich durch das Atempausentraining und Atemkontrolle deutlich mehr Lebensqualität habe. Ich werde mich nicht mehr verbessern. Bleibt so, eure App ist klasse.“

Birgits Satz „Ich werde mich nicht mehr verbessern“ hat mich getroffen. Da steckt kein Selbstmitleid drin, sondern eine klare Einschätzung. Und gleichzeitig sagt sie: Mir geht es besser. Das ist kein Widerspruch. Nicht jeder Mensch wird seine KP auf 30 oder 40 bringen. Manche Erkrankungen setzen Grenzen, die auch das beste Atemtraining nicht aufheben kann. Aber innerhalb dieser Grenzen kann sich vieles verändern. Mehr Ruhe, weniger Panik, eine bessere Tagesform. Das zählt.

Und noch was zu Birgit: Sie wurde in der Reha von Therapeuten auf Buteyko hingewiesen. Nicht von einem Influencer, nicht von einem Buch. Von medizinischem Fachpersonal. Das zeigt, dass die Methode langsam dort ankommt, wo sie hingehört.

Petra: Von Wim Hof über Verwirrung zu Buteyko – Kontrollpause von 12 auf 55

Petra hat so ziemlich alles ausprobiert, bevor sie bei uns gelandet ist:

„Meine Atemreise begann 2015. Ich hatte plötzlich das Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können. Ich wusste aber nicht, dass ich eigentlich chronisch hyperventiliert habe. Ich war immer auf der Suche nach einer Lösung. Massagen, Dehnungsübungen, Physiotherapie, nichts hat geholfen. Dann bin ich auf die Wim-Hof-Atmung gestoßen und war begeistert. Ich konnte die Luft nach langem Üben sogar für 3 Minuten anhalten. Dann bemerkte ich, dass die Atempausen nach der Hyperventilation wieder kürzer wurden. Eine Wim-Hof-Instructerin empfahl das Buch ‚Breath‘. Ich habe es gelesen, vieles zum ersten Mal gehört und war am Ende doch verwirrt. Kohärenzatmung, verlängerte Ausatmung, 4-7-11, Hyperventilation, Buteyko … irgendwie hatte ich das Gefühl, die wissen selbst nicht, was das richtige ist. Die Buteyko-Methode hat mich am ehesten angesprochen. Ich hab versucht, mit Hilfe einer Anleitung das reduzierte Atmen zu praktizieren. Das war weder angenehm noch hat es mich weit gebracht. Dann bin ich auf die AtemFlow-App gestoßen. Von dem Tag an bis heute verwende ich sie jeden Tag. Durch die App habe ich verstanden, dass jede Atemübung ihre Berechtigung hat, je nachdem welches Ziel man verfolgt. Meine Kontrollpause war zu Beginn bei 12. Mittlerweile messe ich den Wert nicht mehr, aber ich beginne jeden Tag mit dem Atempausentraining mit 55 Sekunden und schaffe es meistens relativ entspannt. Im Alltag merke ich, dass mein Atem sehr ruhig und reduziert ist, ganz automatisch.“

Petras Geschichte höre ich in Variationen immer wieder. Menschen, die alles ausprobiert haben. Bücher, YouTube, Wim Hof, Pranayama. Die verwirrt sind, weil jeder etwas anderes sagt. Und die dann bei den Atempausen ankommen und merken: Das ist es. Nicht weil Atempausen besser sind als alles andere. Sondern weil sie greifbar sind. Du weißt, wo du stehst. Du spürst den Fortschritt. Und du bleibst deswegen dran.

Von KP 12 auf 55-Sekunden-Atempausen, das sind nicht nur Sekunden. Das ist ein komplett anderes Atemmuster, ein anderes Nervensystem, ein anderer Alltag. Und der entscheidende Punkt: Am Ende atmet Petra im Alltag ruhig und reduziert. Ganz automatisch. Genau das, was die Buteyko-Methode will. Die Atempausen waren der Weg dorthin.

Izabela: 5 Jahre klassisches Buteyko ohne Erfolg – dann kam AtemFlow

Izabelas Geschichte wollte ich unbedingt mit reinnehmen. Weil sie etwas zeigt, das mich in der Buteyko-Debatte immer wieder beschäftigt:

„Ich leide seit 30 Jahren an Asthma. Seit 5 Jahren kenne und praktiziere ich Buteyko und bin etwas weiter gekommen, aber die Übungen waren sehr schwer und frustrierend. Ich war auch bei einer ausgebildeten Buteyko-Trainerin und hatte trotzdem wenig Erfolgserlebnisse. Und Erfolgserlebnisse sind wichtig für die Kontinuität. Mit deinen Tools komme ich sehr gut zurecht und mache Fortschritte, mal mehr mal weniger, aber ich bin auf einem guten Weg. Manchmal war meine Kontrollpause sogar 30, und angefangen habe ich ganz ursprünglich bei 3 Sekunden! Leider bleibt das nicht lange gut, denn mein persönliches Problem sind viele Infekte, Nebenhöhlenentzündungen und Polypen in der Nase. Liebe Maria, bitte behalte deine unkomplizierte Art. Irgendwelche Kritiker wird es immer geben, aber die Menschen fühlen, wer es ehrlich mit ihnen meint.“

Von KP 3 auf zeitweise 30. Nach fünf Jahren, in denen sie mit der klassischen Methode kaum vorankam. Izabela hat die gleiche Methode geübt, Buteyko. Aber der Zugang war anders. Die Übungen in der App sind so aufgebaut, dass du Fortschritte spürst, auch kleine. Und diese kleinen Erfolgserlebnisse sind es, die dich dranbleiben lassen. Izabela hat das auf den Punkt gebracht: „Erfolgserlebnisse sind wichtig für die Kontinuität.“

Ich erzähle Izabelas Geschichte auch deshalb, weil sie dem Argument widerspricht, das ich in der Buteyko-Debatte immer wieder höre: „Wenn jemand mit reduziertem Atmen nicht vorankommt, braucht er einen besseren Lehrer.“ Izabela hatte eine ausgebildete Trainerin. Es hat trotzdem nicht funktioniert. Nicht weil die Trainerin schlecht war. Sondern weil der Zugang nicht zu Izabela gepasst hat. Bei AtemFlow, mit Atempausen, mit den Trainingsplänen und der messbaren Steigerung, kam der Fortschritt. Wer diesen Artikel im Kontext lesen möchte: In unserem Artikel „Macht AtemFlow echtes Buteyko?“ gehe ich ausführlich auf diese Debatte ein.

Was diese fünf Geschichten gemeinsam haben

Gregor, Monika, Birgit, Petra, Izabela. Fünf Menschen, fünf völlig verschiedene Ausgangspunkte. Asthma seit Jahrzehnten, schwere Lungenerkrankung, chronische Hyperventilation, Panikattacken auf der Bühne, Frustration nach Jahren ohne Fortschritt. Was sie verbindet: Sie alle haben angefangen, bewusst zu atmen. Nicht immer regelmäßig und schon gar nicht perfekt. Aber sie haben angefangen. Und sie sind dabei geblieben, weil sie gespürt haben, dass sich etwas bewegt.

Nicht bei allen ist das Asthma verschwunden. Nicht alle haben eine KP von 40 oder 50. Birgit wird sich vielleicht nie wesentlich verbessern. Aber sie alle sagen: Es geht mir besser. Und das ist wirklich keine Kleinigkeit. 

Wenn du dich in einer dieser Geschichten wiederfindest, dann weißt du: Du bist nicht allein damit. Schön, oder? Das beste ist: Du brauchst keinen perfekten Plan. Du brauchst nur einen Anfang. Ein paar Minuten am Tag, eine Übung, die sich gut anfühlt, und die Erlaubnis, in deinem Tempo voranzugehen.

Wenn du Fragen hast, schreib mir. Ich lese jede Mail und antworte persönlich. Manchmal dauert es ein paar Tage, aber ich antworte. Schreibe gern an hallo@atemflow.de

Wenn du neugierig geworden bist: Im AtemFlow-Studio findest du über 200 geführte Atemübungen, von ganz sanften Einstiegen bis zum aktiven Atempausentraining. Und im AtemFlow Buteyko-Kurs begleite ich dich Schritt für Schritt. Probier es aus, die ersten 7 Tage sind kostenlos.

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